CO2 Abscheidung und Speicherung (CCS)

Im Rahmen der langfristigen Klimastrategie 2050 setzt die Schweiz nebst der möglichst vollständigen Emissionsreduktion auf sogenannte Negativ-Emissions-Technologien (NET) mit der Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre und dessen dauerhafter Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS). Das insgesamt grösste NET-Potenzial bietet dabei voraussichtlich die technische Abscheidung und geologische Speicherung von CO2, welches aus industriellen Prozessen, beispielsweise der Zementproduktion oder aus der Kehrichtverwertung in den KVAs anfällt. Die KVAs sind dabei besonders interessant, weil ein beträchtlicher Anteil (ca. 50 %) des beim Verbrennungsprozesses ausgestossenen CO2 biogenen Ursprungs ist.

Das chemisch über Absorber gefangene CO2 muss der Atmosphäre entzogen und dauerhaft sicher gespeichert werden. Im Fokus stehen dabei geologische Tiefenlager, beispielsweise in Norwegen.

Die Ecosens begleitet CCS-Projekte auf der Stufe der Machbarkeit in der Funktion als Umweltplaner. Überprüft werden die Umweltverträglichkeit und die Bewilligungsfähigkeit dieser Projekte. Der Betrachtungsperimeter umfasst dabei den technisch/chemischen Prozess der Abscheidung an der Anlage, die Konditionierung und Lagerung, den Verlad und den Transport von CO2.

Die Juristen der Ecosens unterstützten den Branchenverband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) bei der Ausarbeitung einer Vereinbarung mit dem UVEK, welche die KVAs verpflichtet, langfristig in Forschung und Entwicklung der Schlüsseltechnologie «Carbon Capture» zu investieren und spätestens 2030 die erste CO2‐Abscheidungsanlage in Betrieb zu nehmen.

 

Zu den Personen:
Daniel Sabathy
Ressortleiter Umweltplanung
Dipl. natw. ETH (Biologie)

Lorenz Lehmann
Geschäftsführender Partner
lic.iur. Universität Zürich, Rechtsanwalt