Kunde: Bundesamt für Strassen ASTRA Filiale Zofingen
Phasen: Massnahmenprojekt (MP), Ausschreibung, Realisierung und Inbetriebnahme
Dauer: 2023 - 2027
Das Lehnenviadukt Beckenried der Nationalstrasse N02 erstreckt sich zwischen dem Anschluss Beckenried und dem Nordportal des Seelisbergtunnels über eine Länge von rund 3.15 km. Damit ist es eines der längsten Brückenbauwerk des schweizerischen Nationalstrassennetzes. Das Lehnenviadukt wurde 1980 in Betrieb genommen und soll im Rahmen eines Massnahmenprojekts (MP) für einen interventionsfreien Betrieb in den nächsten 15 Jahren ertüchtigt werden.
Im Rahmen des MP werden umfangreiche Bauarbeiten ausgeführt wie ein vollständiger Ersatz des Deckbelags, die Instandsetzung verschiedener Brückenlager und Gerbergelenke, lokale Betoninstandsetzungen sowie diverse Anpassungen an der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA). Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat die Ecosens AG mit dem Mandat des Projektverfassers Umwelt (PV Umwelt) beauftragt. Bereits in der Projektierung werden dabei die Umweltauswirkungen in der Bau- und Betriebsphase geprüft und dazu auch zahlreiche Umweltabklärungen ausgeführt. Die Erkenntnisse werden in einer Umweltnotiz beschrieben und darauf basierend Massnahmen für die Bauausführung und die Betriebsphase festgelegt. Diese Massnahmen sowie allfällige Auflagen der Behörden bilden schliesslich das Pflichtenheft für die Umweltbaubegleitung (UBB) in der Bauphase. Die Realisierung des Vorhabens erfolgt unter Verkehr und wird deshalb in zwei Etappen in den Jahren 2026 und 2027 ausgeführt.
Mitwirkung in der technischen Entwicklung des Massnahmenprojekts in enger Zusammenarbeit mit Bauherr und in interdisziplinärem Planerteam
Auswertung vorhandener Umweltdaten, Erarbeitung Umweltrelevanzmatrix, Identifikation von Informationslücken und Durchführung von Umweltabklärungen
Planung und Durchführung von Begehungen mit der Gebietseinheit und zuständigen Umweltbehörden wie Kreis- und Revierförster sowie Koordination von Untersuchungen betreffend Fledermausvorkommen
Aktualisierung und Konkretisierung der Planung von projektintegrierenden Umweltmassnahmen für die Bauausführung
Verfassen einer Umweltnotiz gemäss den Vorgaben der Checkliste ASTRA sowie eines m5-Dossiers für Holzerei-arbeiten auf bestockten Flächen (Bäume, Feldgehölze)
Erarbeitung eines Abfall- und Materialbewirtschaftungskonzepts für die Bauphase mit Angaben zu Verwertungs- und Entsorgungswegen sowie Baulogistik
Herausforderungen
Sehr lange und komplexe Kunstbaute in teilweise sehr steilem Gelände und entsprechend anspruchsvolle Erschliessung
Zahlreiche betroffene Umweltaspekte mit teils anspruchsvollen Fragestellungen wie Waldfeststellung und Untersuchungen zu Fledermausvorkommen
Anspruchsvolle Baustellenlogistik und verkehrstechnische Anforderungen an die Bauausführung sowie knappe räumliche Platzverhältnisse (auch topologisch bedingt)
Unsere Lösungen
Frühzeitige Mitwirkung in der technischen Projektierung und enge Zusammenarbeit mit den anderen, beteiligten Planern und Spezialisten. Dadurch Möglichkeit zur aktiven Projektoptimierung bezüglich Umweltauswirkungen in der Bau- und Betriebsphase
Situativer Einbezug von kantonalen Fachstellen (Kreisförster, Fledermausbeauftragte) zur frühzeitigen Klärung relevanter Umweltfragen, erforderlicher Ausnahmebewilligungen und Zusatzdokumente für das Bewilligungsverfahren
Enge und unterstützende Zusammenarbeit in interdisziplinärem Projektteam mit Spezialist:innen aus verschiedenen Beratungsfirmen (Ingenieur, BSA, etc..) und der Bauherrschaft
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