Der Seelisbergtunnel der Nationalstrasse N02 wurde in den 1970er Jahren gebaut und Ende 1980 fertiggestellt und ist somit seit rund 45 Jahren in Betrieb. Er erstreckt sich über eine Länge von rund 9.3 km zwischen dem Nordportal bei Beckenried (NW) und dem Südportal bei Bolzbach, Seedorf (UR). Im Rahmen der Erhaltungsplanung wurde vom ASTRA ein Vorgehensplan für die 2. Instandsetzung ausgearbeitet und genehmigt.
Die 2. Instandsetzung des Seelisbergtunnels umfasst umfangreiche Massnahmen an den Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA) sowie auch bauliche Massnahmen. Aufgrund unterschiedlicher Dringlichkeiten und baulichen Abhängigkeiten wurde die 2. Instandsetzung in ein Massnahmenpro-jekt (MP, Realisierung 2027 – 2031) und ein Massnahmenkonzept (MK, Realisierung 2031 – 2033) unterteilt. Das zentrale Element des MP ist der Ersatz der Energieversorgung mit einem neuen Unterwerk im Schutterstollen, welche Voraussetzung für die BSA-Massnahmen des MK sind.
Im Rahmen der 2. Instandsetzung werden zudem eine vollständige Erneuerung der elektrischen Anlagen, der Neubau einer Löschwasserleitung, die Instandsetzung von Betonstrukturen und der Entwässerung sowie ein Teilersatz des Deckbelags ausgeführt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf mehrere hundert Millionen Franken. Die Ecosens AG wurde mit dem Mandat des Projektverfassers Umwelt mandatiert.
Mitwirkung in der technischen Entwicklung des Massnahmenkonzepts und Massnahmenprojekts in Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und in interdisziplinärem Planerteam
Gesamtheitliche Beratung der Bauherrschaft und der beteiligten Planer und Spezialisten bezüglich Umweltaspekten und Umweltfragen
Beschaffung und Auswertung von relevanten Projekt- und Umweltdaten und Erarbeitung einer Umweltrelevanzmatrix
Planung und Durchführung von Begehungen und Bauschadstoffbeprobungen im Strassentunnel und dessen Nebenanlagen (Technikzentralen, Lüftungssysteme, etc.)
Evaluation und Planung von projektintegrierenden Umweltmassnahmen für die Bauausführung (Umweltbaubegleitung UBB)
Verfassen von je einer Umweltnotiz für das MP und das MK gemäss den Vorgaben der Checkliste Umwelt des ASTRA
Herausforderungen
Sehr komplexes und umfangreiches Bauwerk mit zwei getrennten Tunnelröhren mit einer Länge von je 9.3 km und zahlreichen Nebenanlagen (Technikzentralen, Energieversorgung, Belüftungs- und Entwässerunganlagen)
Hohe Dringlichkeit von umfangreichen Instandsetzungsarbeiten mit funktionalen, baulichen Abhängigkeiten für einen interventionsfreien Betrieb bis 2045
Hoher Zeit- und Kostendruck bei sehr komplexer Projektorganisation mit zahlreichen Planern und Spezialisten
Komplexe Baustellenorganisation durch Projektierung und Realisierung unter Verkehr und einer Gesamtbauzeit von rund 7 Jahren
Unsere Lösungen
Frühzeitige Mitwirkung in der technischen Projektierung und enge Zusammenarbeit mit den anderen, beteiligten Planern und Spezialisten. Dadurch möglichst frühzeitige Beiträge zur aktiven Projektoptimierung bezüglich Umwelt und umweltrechtlichen Vorgaben
Fachkompetente Unterstützung durch ausgewiesenen Umweltexperten mit langjähriger Erfahrung in Nationalstrassenprojekten und andren komplexen Infrastrukturprojekten
Enge und unterstützende Zusammenarbeit in interdisziplinärem Projektteam mit Spezialist:innen aus verschiedenen Beratungsfirmen (Ingenieur, BSA, etc..) und der Bauherrschaft
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